Ist weniger wirklich mehr? #Klamottenkur

Warum fällt es uns heute so schwer, zu verzichten? Ich persönlich habe große Schwierigkeiten damit, Dinge abzulehnen bzw. zu mehr Konsum auch einmal NEIN zu sagen. Nun steht die Fastenzeit wieder vor der Tür. Und wie jedes Jahr frage ich mich: Will ich das ernsthaft durchziehen? In den vergangenen Jahren bin ich jedesmal kläglich gescheitert... . In diesem Jahr überlege ich, eine sogenannte "Klamottenkur" zu machen. Bedeutet 7 Wochen lang nur 50 Kleidungsstücke anziehen (inkl. Unterwäsche, Schmuck, Taschen und Socken). Hört sich eigentlich gar nicht so schwer an... aber wenn dann diese Tag kommen, an denen man sich besonders herausputzen oder mal was ganz anderes tragen möchte?! Schon ergreift mich die Panik. Nicht die Möglichkeit zu haben, auf einen Kleiderschrank mit unendlich vielen Kombinationsvarianten zu haben, gibt mir das Gefühl, nicht ganz ich selbst sein zu können. Was ist denn los mit mir?

Kleidung ist aus meiner Sicht ein Ausdruck, mit dem ein jeder sich selbst darstellt, ob er oder sie nun Interesse an Mode hat oder nicht. Jemand, der eine Wolfskin Jacke trägt und mir erzählen möchte, er hätte kein Interesse an Mode, dem glaube ich nicht. Er/Sie hat sich schließlich die Funktionsjacke genau ausgesucht und auch, wenn der hauptsächliche Beweggrund des Kaufes war, Wind und Wetter fernzuhalten. Es hat dennoch etwas mit Mode zu tun. Denn genau wie auch die Anti-Kunst Kunst ist, ist auch Anti-Mode Mode.

Zurück zum Thema: Warum fällt es mir so schwer, auf diese eine Form von Selbstdarstellung zu verzichten? Haben beruhigt aber Besitz belastet? Ich werde das Gefühl nicht los, mich einmal auf dieses Wagnis einlassen zu müssen, um diese Frage beantworten zu können. Wer sich mir anschließt, ist herzlich eingeladen, Erfahrungen, neue Kombinationsmöglichkeiten und den Erfolg/das Scheitern des Fastens mit mir zu teilen! Hier geht´s zum Link der Klamottenkur: http://www.klamottenkur.de

Name *
Name

 

 

Julia Radewald