Kluntje.
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Kati, Lena und Julia

Kati, Lena und Julia

 

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About us

 

Kluntje - die Girls // Dreisamkeit bis zum get no

“Zu dritt ist immer schwierig. Da ist oft Eine außen vor und es gibt leicht Streit.”, haben sie gesagt. Nö, vollkommener Quatsch! Wir sind jetzt schon seit insgesamt 6 Jahren unzertrennlich und 2 von uns wohnen sogar zusammen. Und wir verraten jetzt auch noch ein Geheimnis: Ob ihr es glaubt oder nicht, obendrein haben wir alle drei auch noch den gleichen Nebenjob im selben Laden und dort feiern wir es mega ab, wenn wir die “Kluntjeschicht” bekommen. Drei ist eine sehr gute Zahl, wir sind wie die drei weisen Affen, die drei von der Tankstelle, die drei Grazien vom Grill, die Powerpuffgirls, die drei Fragezeichen, Harry, Ron und Hermine,...

Zu dritt kann man Entscheidungen demokratisch treffen, man kann 2 Hauptspeisen und einen Nachtisch teilen wenn man essen geht, knapp bei Kasse ist und sich trotzdem was gönnen will. Man kann gerade noch ganz gut in einem Bett schlafen und auch mal abwechselnd in den Urlaub fahren, sodass immer noch 2 vor Ort sind (wobei wir schon meistens gemeinsam wegfahren).

 

 

About Kluntje

 

Kluntje besteht aus zwei unterschiedlichen Kollektionen: Re-Fashion und Eco-Fashion

Re-Fashion ist unser Herzstück. Es geht um das Weiterverarbeiten von Reststoffen und das Wiederverarbeiten von alten Schätzen mit hoher Qualität. Aus alt und ausrangiert mach neu und unwiderstehlich cool. Wir nehmen High Qualitiy Material, meist robuste Textilien, wie etwa Leder, Wolle oder Denim, für Jacken, Mäntel und Taschen. Oder Edle Stoffe, wie Seide oder Samt für andere tolle Teile, Patchpullover oder Blousons vorzugsweise. Es gibt einfach zu viel wunderbares Material, das schon existiert und nicht mehr gebraucht wird und die Mode aus vergangenen Zeiten ist viel langlebiger und haltbarer, hat meist eine höhere Qualität als die vielen neuen Gewebe, denen Plastik untergemischt ist, damit die Herstellung billiger und die Teile kurzlebiger sind. Sie sollen absichtlich weniger lange halten. Wir versuchen, Abfall möglichst zu vermeiden. Deshalb benutzen wir alles weiter, was wir haben und wenn beim Zuschneiden der Stoffe Reste bleiben, verarbeiten wir diese in unseren Patchworkteilen noch weiter. Der Prozess des Erstellens eines Re-Fashionteiles ist viel aufwändiger als das herkömmliche Herstellen eines Kleidungsstückes. Man muss das alte Teil erst auftrennen, in die Einzelteile zerlegen und die Teile an neuen Stellen zusammen legen, damit eine ausreichend große Fläche Stoff entsteht, aus der man die neuen Schnittteile ausschneiden kann.

 

Wir achten darauf, dass wir nur gute gewaschene Teile weiterverarbeiten, die lange halten, sonst hat die aufwändige Herstellung keinen Sinn. Wir suchen die Materialien auf Flohmärkten oder im Secondhand-Laden und bekommen vieles geschenkt. Wir lieben das Erstellen einer Re-Fashion Kollektion, weil man dabei so kreativ werden kann und sogar muss. Es ist die Arbeit, bei der uns immer wieder klar wird, warum wir Modedesign studiert haben. Man kann sich richtig austoben und auch mal etwas Verrücktes wagen. Schon beim Aussuchen der Materialien beginnen wir, zu schwärmen und beschäftigen uns lange mit dem Spiel aus Formen und Farben des Teils. Wir nehmen bestehende Materialien und drücken sie sanft durch die Kluntjeschnittform, sodass ein wundervolles Unikat herauskommt. Da wir die Materialien immer nur einmal genau so zusammen setzen können, ist jedes Teil ein absolutes Einzelstück, das natürlich auch seinen Preis verdient. Jedes Re-Fashion Kleidungsstück ist von uns selbst in Hamburg genäht und das soll auch so bleiben, weil uns so viel an dieser Kollektion liegt.

 

So kamen wir übrigens auch zu unserem Namen, Kluntje heißt der grobe Zuckerkandis, den man traditionell im Ostfriesentee trinkt. Bei diesen Zuckerwürfeln ist es wie mit unserer Re-Fashion Mode: Die Hauptform ist weitestgehend gleich, jeder Kandis ist ein Würfel. Allerdings ist kein Würfel wie der Andere, jeder hat seine ganz eigene individuelle Zuckerkristallform, ist also ein Unikat.


 

Weil sich nicht jeder so ein Einzelstück leisten kann aber sich vielleicht dennoch gern nachhaltig kleiden möchte, haben wir noch eine zweite Kollektion, die parallel läuft. Die Eco-Kollektion.

Diese besteht -wie der Name schon erahnen lässt- aus Biobaumwolle aus der Türkei, die wir als Meterware bei Lebenskleidung bestellen. Sie ist mit einem GOTS-Zertifikat versehen, dies steht für Global Organic Textile Standard und ist “als weltweit führender Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern anerkannt. Auf hohem Niveau definiert er umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten textilen Produktionskette und gleichzeitig die einzuhaltenden Sozialkriterien. Die Qualitätssicherung erfolgt durch eine unabhängige Zertifizierung der gesamten Textillieferkette.” http://www.global-standard.org/de/the-standard/general-description.html

 

Bei dieser Kollektion handelt es sich um sportliche Basics, überwiegend Pullover, T-Shirts, Hosen und Kleider, die es jeweils in verschiedenen Farben und Größen gibt, damit für Jede und Jeden etwas dabei ist. Einen Teil der Produktion dieser Kollektion haben wir diesen Sommer an eine kleine Lohnnäherei in Berlin abgegeben, damit wir mehr Zeit haben, uns um die Re-Fashion Kollektion zu kümmern. Wir werden oft gefragt, warum wir nicht in Hamburg produzieren lassen, weil das doch näher dran wäre und die Antwort darauf trifft oft auf Verwunderung: Es gibt in Deutschland nur ganz ganz wenig Betriebe, die überhaupt noch selbst produzieren. Die meisten Näharbeiten werden nach Polen oder weiter weg abgegeben. Deutsche Produktionsstätten können sich kaum noch halten, weil niemand deren Mindestlöhne bezahlen will. Es war sehr schwer, überhaupt eine lokale Näherei zu finden und in Hamburg gibt es bis jetzt noch keine, die unseren Ansprüchen entspricht, also kleine Serien produziert und so flexibel ist, wie wir es gerade brauchen. Jedenfalls haben wir keine gefunden. Und da wir lokal produzieren wollen, ist es Berlin geworden.

So können wir den Betrieb auch mal besuchen kommen und eine transparente Produktionskette garantieren. Den übrigen Teil der Eco-Fashion Kollektion nähen wir zur Zeit auch noch selbst. Ziel ist es aber, die gesamte Eco-Produktion nach Berlin abzugeben.



 

Kluntjes Look ist sehr nordisch. Skandinavisch angehaucht. Wir lassen uns in der Auswahl der Farben und Formen der Schnitte sehr vom Norden inspirieren. Unsere Farben sind gedeckt und in vielen Teilen ist eine Horizontale zu erkennen, die vom Horizont der Nordsee erinnert, wo der Himmel auf die See trifft oder auf den Deich. Unsere Schnitte sind ansonsten recht clean, sportlicher Chique und wir lieben den Materialmix.

Leder und Jeans, Jersey und Nicki, ein bisschen rau wie die See, ein bisschen zum Reinkuscheln an regnerischen Shietweddertagen. Blau und Grau und Weiß und was Rotes. Aber nie grell, immer dezent. Immer angemessen, immer tragbar.


 

Wir wollen nicht nur dazu beitragen, dass sich Produktionsstätten in Deutschland weiterhin halten können, wir haben noch eine weitere Mission. Mission Plattdüütsch.

Man binnah nüms kann de noch snacken wi süünd bang, dat se in Vergeltelbrook kummt. Darum prenten wi dat ob de plönnen.


 

Wir wollen unbedingt, dass die wundervollen plattdeutschen Worte nicht verloren gehen, dieser nostalgische Charme. Julia ist ostfriesischen Ursprungs und hat die anderen beiden Kluntjes mit der dort typischen Teetrinkzeremonie angesteckt:

Zu erst legt man einen Kluntje in die Tasse, gießt dann schwarzen Ostfriesentee darauf und obendrauf gibt man sich vorsichtig ein bisschen Sahne hinein. Dabei ergibt die im Tee hochsteigende Sahne wunderschön anzusehene Wolkenmuster.

 

 

Wir waren so entzückt von dieser niedlichen Teetrinkertradition, bei der es so wichtig ist, dass man sich Zeit nimmt, zur Ruhe zu kommen und zu genießen, dass wir mehr von Ostfriesland wissen wollten. Und so kamen wir auch auf das schöne Plattdeutsch, dass Julias Mutter fließend spricht. Sie unterhält sich mit ihrem Bruder sogar fast ausschließlich auf Platt und das, wie auch der wunderbare Klang der Sprache, beeindruckt uns.

 

Also machten wir im Sommer einen Plattdeutsch Kurs an der Volkshochschule, um unsere eigenen Kenntnisse zu verbessern und fühlen uns jetzt noch nordischer. Hätten wir ehrlich gesagt gar nicht gedacht, dass die Grammatik so umfangreich ist und es sich nicht nur um ein paar verdrehte Wörter handelt.

 

Damit die plattdeutsche Sprache erhalten bleibt und um sie wieder mehr in den Alltag einfließen zu lassen, bedrucken wir einige Teile unserer Kollektion mit plattdeutschen Worten. Es gibt Designs mit dem Zuckerwürfellogo und Stücke, bedruckt mit plattdeutschen Wörtern wie beispielsweise „Löppt“ (läuft) oder „Mien Leev“ (meine Liebe).